Geschichte

Acht Jahre Vorsprung.

Die Geschichte der Deutschen Daten Allianz ist die Geschichte einer Analyse, die von der Realität bestätigt wurde.

2018

Die Gründung

Am 14. August 2018 erscheint die erste Fassung des DDA-Exposés: „Für Datenschutz, Wettbewerbsfähigkeit & Dateneigentum". Die Diagnose: De-facto-Monopole der GAFAM-Konzerne (Google, Amazon, Facebook, Apple, Microsoft), digitaler Kolonialismus — Nutzung unserer Ressourcen ohne adäquaten Gegenwert — und eine massive Wettbewerbsverzerrung zulasten der deutschen Wirtschaft. Die Forderung: eine Clearingstelle für Daten, ein Entlohnungssystem, Daten als Eigentum.

Initiator ist Alexander Felsenberg, Mitgründer der FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia) und Gründungsmitglied des BVDW.

2018

Die Konzerne versuchen es selbst

Fast zeitgleich starten Verimi (Axel Springer, Deutsche Bank, Mercedes-Benz u. a.) und die NetID Foundation (United Internet, RTL, SevenOne u. a.) als Login-Allianzen. Ströer und die Otto Group gründen eine Targeting-Allianz. Die DDA begrüßt die Ansätze — und stellt sich bewusst in Warteposition, um deren Entwicklung nicht zu stören.

2020

Die aktualisierte Fassung

Im November 2020 erscheint die überarbeitete Fassung des Exposés. Der Befund verschärft sich: 64 % des globalen Plattformwerts liegen in den USA, 3 % in Europa. 1,1 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte im deutschen E-Commerce-Ökosystem und 520.000 Beschäftigte der Medienwirtschaft hängen von Daten ab, die ihnen nicht adäquat angeboten werden.

BVDW und BITKOM zeigen sich interessiert, aber zurückhaltend — man fürchtet den Konflikt mit den eigenen Mitgliedern Google und Facebook. Zeitgleich fordert der Ökonom Dennis Snower öffentlich eine Neuausrichtung der Datenpolitik: Datenschutz allein greife zu kurz, es gehe um Datensouveränität und Marktordnung.

2022–2025

Europa gibt der DDA recht

Die EU verabschiedet Schlag auf Schlag den Rechtsrahmen, den das Exposé gefordert hatte: Der Digital Markets Act (2022) benennt die Gatekeeper — es sind die GAFAM-Konzerne des Exposés. Der Data Governance Act (anwendbar seit 2023) schafft die Figur des neutralen Datenvermittlers. Der Data Act (anwendbar seit September 2025) verpflichtet zur Datenteilung und stärkt die Rechte der Datenerzeuger.

Die Kernideen der DDA — Clearingstelle, fairer Zugang, Rechte am eigenen Datenbeitrag — sind europäisches Recht geworden. Die Login-Allianzen der Konzerne haben derweil nicht die erhoffte Marktmacht entwickelt: Der Top-down-Ansatz ist Geschichte.

2026

Die Reaktivierung

Die Warteposition ist beendet. Was fehlt, ist keine weitere Analyse und kein weiteres Gesetz, sondern die praktische Umsetzung: eine offene, kooperative Plattform, auf der Unternehmen, Verbände und Zivilgesellschaft den fairen Datenaustausch selbst organisieren. Die DDA wird als diese Plattform neu aufgestellt — und lädt alle ein, die Gründungsphase mitzugestalten.

Jetzt Teil der Gründungsphase werden →

Das Original

Transparenz gehört zu unseren Grundsätzen: Das vollständige Exposé in der Fassung vom 15. November 2020 stellen wir zum Download bereit (persönliche Kontaktdaten geschwärzt).

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